OM System OM5

OM System OM-5

Die OM System OM-5 ist eine neue spiegellose Micro Four Thirds-Kamera, die das 3 Jahre alte Modell E-M5 Mark III von Olympus ablöst. Nicht nur der Name ist hier neu. Wir werfen mal einen Blick drauf.

Olympus, da war doch was… Im Oktober 2020 wurde die Fotosparte von der japanischen Traditionsmarke Olympus an das ebenfalls japanische Unternehmen JJP verkauft und wird seitdem unter dem neuen Namen OM System weitergeführt. Die OM-5 ist jetzt schon die zweite neue Kamera unter neuer Führung, dafür aber die erste, die das neue Branding OM System auf dem Kamerabuckel trägt.

Die OM System OM-5 – so der offizielle Name – bringt einige der fortschrittlicheren Fototechnologien des Flaggschiffs OM-1 in ein kompakteres, leichteres und IP-53-zertifiziertes, wetterfestes Kameragehäuse, und das zu einem deutlich niedrigeren Preis.

Sie ist eine klassisch gestaltete Kamera mit dem gleichen 20,4-Megapixel-Live-MOS-Sensor wie die Vorgängerin E-M5 Mark III und dem gleichen dualen phasen- und kontrastbasierten Autofokussystem mit 121 Kreuz-AF-Punkten. Mit dem TruePic IX verfügt die OM-5 jedoch über einen neuen Prozessor, der eine Verbesserung der Bildqualität im Vergleich zur älteren EM5 III mit dem TruePic VIII Prozessor der vorherigen Generation verspricht.

Er bietet ein sehr effektives 5-Achsen-Bildstabilisierungssystem, das jetzt für eine Kompensation von bis zu 6,5 Blendenstufen bei jedem Objektiv ausgelegt ist und 7,5 Blendenstufen bei Verwendung des stabilisierten Zoomobjektivs M.Zuiko Digital ED 12-100mm F4 IS PRO .

OM System OM-5 3 © stuffblog

Die neue OM-5 bietet eine Reihe von KI-gesteuerten Funktionen, über die das ältere Modell nicht verfügt. Dazu gehören die Modi Live ND, Starry Sky AF und High Res Shot aus der Hand.

Im High-Resolution-Modus beispielsweise kann das 5-Achsen-Bildstabilisierungssystem eine 25- oder 50-Megapixel-JPEG- oder eine 80-Megapixel-JPEG- oder RAW-Datei erstellen, indem es den Sensor zwischen den einzelnen Aufnahmen bewegt und acht Einzelbelichtungen im Laufe einer Sekunde zu einer einzigen zusammenfügt.

Auf der Videoseite bietet die Olympus OM-5 weiterhin Cine 4K-Aufnahmen mit 24p und 4K 30p sowie Zeitlupenaufnahmen in Full HD 120p, mit einer speziellen 3,5-mm-Mikrofonbuchse für bessere Tonaufnahmen.

Außerdem bietet sie jetzt unbegrenzte Aufnahmezeiten, die Möglichkeit, vertikale Videos für soziale Medien zu erstellen, und das Bildprofil OM-Log400 für eine einfachere Farbkorrektur.

Zu den weiteren Hauptmerkmalen gehören ein berührungsempfindlicher 3-Zoll-LCD-Bildschirm mit variablem Blickwinkel, ein elektronischer OLED-Sucher mit 2,36 Millionen Punkten und Augenerkennung, Serienaufnahmen mit 10 Bildern pro Sekunde mit AF/AE-Tracking, ein Empfindlichkeitsbereich von ISO 64-25600, Live Composite, Pro Capture, Focus Stacking und USB-Aufladung.

Das OM System OM-5 ist in Silber oder Schwarz zu einem Preis von 1299 Euro  für das reine Gehäuse sowie in verschiedenen Objektiv-Kit-Versionen erhältlich. Sie wird in Japan entwickelt und in Vietnam hergestellt.

OM SYSTEM OM-5 Micro Four Thirds Systemkamera inkl. M.Zuiko Digital ED 12–45 mm PRO Objektiv, 20 MP Live MOS-Sensor, optimierte 5-Achsen-Bildstabilisierung, IP53, Schwarz/Schwarz
  • Kleine und leichte Systemkamera mit erstklassiger Bildqualität und 4K-Video
  • Truepic IX-Prozessor und 20,4 MP Live MOS-Sensor mit Staubreduzierungstechnologie
  • Noch besserer Schutz vor Staub, Spritzwasser und Frost dank IP-53-Wetterschutzabdichtung
  • Optimierte und bewährte integrierte 5-Achsen-Bildstabilisierung
  • Computergestützte Fotofunktionen, einschließlich Handheld High Res Shot, Live ND, Live Composite und Focus Stacking

Letzte Aktualisierung am 24.01.2023 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Altes Gehäuse, neue Technik?

Drei Jahre sind eine lange Zeit in der schnelllebigen Welt der Fotografie, und auf den ersten Blick sind kaum Unterschiede zwischen der neuen OM-5 und der 2019er E-M5 Mark III zu erkennen. Das liegt daran, dass am Äußeren und an den Bedienelementen der Kamera keine nennenswerten Änderungen vorgenommen wurden, abgesehen von den beiden Namensschildern auf der Vorderseite, die nun OM System und OM-5 lauten.

Die OM System OM-5 ist vom Design praktisch identisch mit ihrer Vorgängerin, Besitzer des Vorgängermodells EM-5 III werden sich also mit der neuen OM-5 gut zurechtfinden, wenn sie sich für ein Upgrade entscheiden.

Auf der Oberseite der Kamera befindet sich das spezielle Aufnahmemodus-Wahlrad auf der rechten Seite und der Netzschalter sowie die anpassbaren Tasten für Laufwerk und Display auf der linken Seite.

OM System OM-5 4 © stuffblog

Direkt über der hinteren Daumenauflage befindet sich eine spezielle ISO-Taste sowie ein Modus 1/2-Schalter, in den eine AEL/AFL-Taste integriert ist.

Leider gibt es immer noch einen ziemlich großen Rückschritt in Bezug auf das äußere Design der OM-5. Sie besteht weiterhin aus Polycarbonat, um das Gewicht und den Preis niedrig zu halten, und nicht aus der Magnesiumlegierung, die bei der E-M5 II von 2015 verwendet wurde, was für einige ein Hindernis darstellen könnte.

In der Praxis fühlt sich die OM System OM-5 aber immer noch gut verarbeitet an, nur nicht ganz so solide wie das Mark II-Modell. Das ist schade, denn der Einführungspreis der neuen Version ist höher als der des Vorgängermodells im Jahr 2019.

Trotzdem ist die neue OM-5 jetzt staub- und spritzwassergeschützt nach dem IP-53-Standard, was sie zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels zur Klassenbesten in diesem Bereich macht. Laut OM System kann die Kamera auch bei starkem Regen eingesetzt werden, ohne dass es zu Beeinträchtigungen kommt. Außerdem ist sie bis zu einer Temperatur von -10°C frostsicher. Da kann der nächste Norwegen-Urlaub kommen…

Die Abmessungen der OM-5 sind mit 125,3 x 85,2 x 49,7 mm exakt die gleichen wie bei der EM-5 III. Das Gewicht des Gehäuses ist mit 366 g ebenfalls exakt gleich geblieben, was angesichts der zusätzlichen Wetterfestigkeit beeindruckend ist.

Klein aber mächtig

Auf der Vorderseite der OM-5 befindet sich links unten am Objektivanschluss eine neu programmierbare Taste für die Schärfentiefevorschau, rechts eine runde Objektiventriegelungstaste und darüber eine AF-Hilfslampe.

Der Handgriff der OM-5 zeichnet sich durch ein leicht hervorstehendes Design und eine lederähnliche Struktur aus, wobei vertikal gerade genug Platz für drei Finger ist.

Der Netzschalter befindet sich nach wie vor auf der linken Seite des Blitzschuhs. Die Platzierung des Ein-/Ausschalters könnte einige Augenbrauen aufwerfen, da dies bedeutet, dass man fast immer die linke Hand benutzen muss, um die Kamera einzuschalten, was nicht gerade eine ideale Lösung ist.

Eigentlich ist dies eine Anspielung auf die alte Olympus OM-1 Filmkamera aus den 60ern, bei der sich der Ein/Aus-Schalter praktisch an der gleichen Stelle befand – was gut und schön ist, aber wir würden es trotzdem bevorzugen, wenn er sich an einer Position befände, an der man ihn leicht mit dem rechten Daumen oder Zeigefinger erreichen kann.

Außerdem gibt es zwei erhabene, halbkreisförmige Tasten, die schnellen Zugriff auf zwei Einstellungsgruppen bieten. Die obere Taste führt zum Menü, in dem man die Bildfolge- und Selbstauslösereinstellungen der Kamera über das hintere bzw. vordere Einstellrad vornehmen kann. Wenn die untere Taste gedrückt wird, wird zwischen den verschiedenen Anzeigemodi der Kamera gewechselt.

Auf der Oberseite der Kamera befindet sich außerdem ein freier Blitzschuh, der direkt über dem Objektiv sitzt. Diese Kamera verfügt über keinen Aufklappblitz.

OM System OM-5 5 © stuffblog

Von der Rückseite aus gesehen befindet sich auf der rechten Seite ein Einstellrad für die Aufnahmemodi mit einer Sperrtaste in der Mitte. Das verhindert versehentliches Verstellen.

Der Auslöser ist von dem ersten von zwei Einstellrädern umgeben. Die Olympus OM-D E-M5 Mark I verfügt über das 2×2-Dual-Control-System, das bereits bei der Pen E-P5 zum Einsatz kam.

Es besteht aus zwei oben angebrachten Steuerrädern und einem Funktionshebel auf der Rückseite, der mit dem rechten Daumen leicht zu erreichen ist. Der Funktionshebel hat zwei Einstellungen. In der ersten Stellung wird durch Bewegen des Einstellrads auf der Vorderseite der Kamera die Blende eingestellt, während das Einstellrad auf der Rückseite die Verschlusszeit regelt. In der zweiten Stellung ändern die Einstellräder den ISO-Wert bzw. den Weißabgleich. Die Funktionen des Schalters lassen sich aber auch frei konfigurieren.

Kein USB-C?

Auf der linken Seite befinden sich drei abgedeckte Anschlüsse für eine Standard-3,5-mm-Stereo-Mikrofonbuchse, die Fernbedienung und eine gemeinsame Abdeckung für den Mini-HDMI-Ausgang und den Micro-USB-Anschluss. Ja richtig gelesen, Micro-USB! Darüber wird auch unter Fotografen und in diversen Foren schon seitenweise gerätselt, warum man 2022 keinen USB-C-Anschluss verbauen kann. OM System wird sicher seine Gründe dafür haben, meist sind diese finanzieller Natur – denn bei einem neuen Anschluss hätte man ein anderes Gehäuse entwickeln müssen. Das ist für uns zwar extrem schade und ärgerlich, aber ob man jetzt ein Kabel mehr in seiner Reisetasche dabei hat oder nicht – daran soll es nicht scheitern…

OM System OM-5 6 © stuffblog

Über den besagten Micro-USB-Anschluss kann die Kamera aufgeladen werden, eine großartige Funktion, die bei immer mehr neuen Kameras zu finden ist. Das erpsart die Entnahme des Akkus und eines zusätzlichen Ladegeräts. So lässt sich die OM-5 aber auch mit einer Powerbank betreiben. Der wiederaufladbare Lithium-Ionen-Akku BLS-50, der mit der OM-5 geliefert wird, reicht für etwa 310 Aufnahmen oder 60 Minuten Videoaufzeichnung, genau wie bei der E-M5 Mark III.

Auf der rechten Seite befindet sich eine verschiebbare Kunststoffabdeckung, die den UHS-II-Speicherkartensteckplatz schützt. Im Gegensatz zur OM-1, die Platz für 2 Karten bietet, ist hier nur ein Steckplatz vorhanden.

OM System OM-5 7 © stuffblog

Auf der Unterseite der OM-5 befindet sich ein Schraubgewinde für die Befestigung eines Stativs, daneben das verschließbare Batteriefach.

Klasse Bildstabilisator

Im Laufe der Jahre hat Olympus einen klassenführenden Bildstabilisierungsmechanismus entwickelt und verfeinert, der horizontale und vertikale Verschiebungen sowie Drehbewegungen (Rolling) sowohl bei Standbildern als auch bei Filmen korrigiert.

Die OM System OM-5 bietet jetzt eine Kompensation von 6,5 Blendenstufen mit automatischer Schwenksuche. OM System behauptet, dass Verschlusszeiten von nur 1/8 Sekunde aus der Hand leicht möglich sind.

Das neue Modell verwendet weiterhin das gleiche duale phasen- und kontrastbasierte Autofokussystem mit 121 wählbaren AF-Punkten, die alle kreuzweise angeordnet sind wie bei der E-M5 III. Das bietet einige bemerkenswerte Verbesserungen, wie z.B. eine bessere Erkennung von kleineren Gesichtern im Bild und von Gesichtern, die seitlich von der Kamera weggedreht sind. Außerdem kann man jetzt schnell zwischen mehreren erkannten Gesichtern im Bild wechseln und die Gesichtserkennung per Tastendruck ein- und ausschalten.

Die Serienbildgeschwindigkeit ist ebenfalls gleich geblieben und bietet 10 Bilder pro Sekunde mit kontinuierlicher AF/AE-Nachführung.

Auch den Pro Capture-Modus hat die OM-5 vom Vorgängermodell übernommen. In diesem speziellen Aufnahmemodus nimmt die Kamera Serienbilder mit 30 Bildern pro Sekunde auf. 15 dieser Bilder werden gespeichert, bevor der Auslöser gedrückt wird, damit der entscheidende Moment nicht verpasst wird. Das ist vor allem bei Action-Szenen ziemlich hilfreich.

Liebhaber der manuellen Fokussierung werden sich freuen, dass die OM-5 über eine Fokus-Peaking-Funktion verfügt, die eine präzise Fokussierung auch ohne Vergrößerung in der Live-View-Ansicht ermöglicht, wobei mehrere Optionen für die Umrissfarbe zur Verfügung stehen.

Die Optionen für die Aufnahmemodi sind weitgehend dieselben wie bei der ursprünglichen E-M5: Programm, Blendenpriorität, Verschlusspriorität, manuell, Video, Art-Filter, Szenenmodi und – am deutlichsten in Grün hervorgehoben – der iAuto-Modus.

Es gibt noch zwei weitere Modi auf dem Aufnahmemodus-Wahlrad – Bulb für Live Composite-Langzeitbelichtungen und Custom für den schnellen Zugriff auf eigene benutzerdefinierten Einstellungen.

Wie oben schon erwähnt, bietet die E-M5 IV aka. OM-5 auch weitere Modi, die das Fotografieren noch mal spannender macht. So zum Beispiel der Live ND. Mit dem Live ND-Modus können beispielsweise bewegte Gewässer oder Wolken fotografiert werden, ohne dass zusätzliche (Schraub-)Filter benötigt werden. Mit dieser Funktion können 5 verschiedenen ND-Stufen ausgewählt werden, um eine Langzeitbelichtung zu simulieren.

Auch der Starry Sky AF ist eine sehr hilfreiche Ergänzung für Nachtschwärmer. Nachtfotografie an sich ist schon eine Herausforderung. Wenn dann noch der Himmel hinzukommt, werden die Herausforderungen noch größer. Starry Sky AF ist eine neue Autofokus-Technologie, die es ermöglicht, extrem genau auf den Sternenhimmel zu fokussieren.

Und noch mehr…

Das OM System OM-5 verfügt über 9 ISO-Einstellungen. Die Grundempfindlichkeit beträgt ISO 200, aber es gibt auch eine erweiterte niedrige Empfindlichkeitseinstellung, die ISO 64 entspricht. Das obere Ende des Empfindlichkeitsbereichs liegt bei der OM-5 bei ISO 25600.

Die OM System OM-5 kann nun 4K-Videos im Cine-Standard mit 24 Bildern pro Sekunde und einer Bitrate von bis zu 237 Mbps im DCI 4K-Modus (4096 x 2160 Pixel) oder UHD 4K-Aufnahmen mit 30 Bildern pro Sekunde und einer Bitrate von 102 Mbps aufnehmen. Full HD 1080p- und HD 720p-Aufnahmen werden ebenso unterstützt wie Full HD 120p-Zeitlupenaufnahmen.

Außerdem verfügt die Kamera über einen 3,5-mm-Mikrofonanschluss am Gehäuse, der eine bessere Tonaufnahme für Vlogging ermöglicht – eine sehr willkommene Ergänzung.

Die OM-5 kann auch sofort als Webcam verwendet werden, indem sie einfach über USB an einen Computer angeschlossen wird, ohne dass zusätzliche Software erforderlich ist.

Die OM-5 hat einen ziemlich guten OLED-Sucher mit einer Auflösung von 2,36 Millionen Punkten, einer 1,37-fachen Vergrößerung und einem Augenabstand von 27 mm.

Auf der Rückseite befindet sich derselbe schwenkbare 3-Zoll-LCD-Bildschirm wie bei der EM5 Mark III, mit einer Auflösung von 1037K Punkten und kapazitiver Touchscreen-Technologie.

OM System OM-5 8 © stuffblog

Da der Monitor seitlich angebracht ist, handelt es sich um ein voll bewegliches Display mit variablem Blickwinkel, das für einfachere Selfies nach vorne gedreht und zum Schutz des Bildschirms an der Rückseite der Kamera geschlossen werden kann.

Die OM-5 ist mit einem Touchscreen ausgestattet, was in vielen Fällen hilfreich sein kann. Wenn man aber kein Fan davon ist, kann man auch größtenteils darauf verzichten, denn es gibt eine Fülle von physischen Tasten, die entweder bestimmten Funktionen zugewiesen sind oder im Menü entsprechend angepasst werden können.

Das Bewegen des AF-Punkts mit dem Finger auf dem Bildschirm ist beispielsweise eine schnelle und einfache Methode, um das Motiv zu verfolgen, auch wenn ein versehentliches Antippen dazu führt, dass der Auslöser betätigt wird. Diese Funktion kann durch Antippen des entsprechenden Auslöser-Symbols auf dem Touchscreen deaktiviert werden.

Gute Bildqualität trotz kleinem Sensor

Alle Beispielbilder in diesem Test wurden mit der 20,4-Megapixel-Super-Fine-JPEG-Einstellung aufgenommen, was eine durchschnittliche Bildgröße von etwa 8 MB ergibt.

Das OM System OM-5 lieferte während des Testzeitraums Bilder von ausgezeichneter Qualität. Sie produziert rauschfreie Bilder bei ISO 64 bis 1600, wobei bei ISO 3200 ein geringes Rauschen auftritt.

Bei ISO 6400 ist ein deutliches Rauschen und ein Verlust von feinen Details zu erkennen, und die schnellsten Einstellungen von ISO 12800 und 25600 sind noch rauschintensiver, aber immer noch für kleine Abzüge und die Verwendung im Internet geeignet. Die entsprechenden Rohdateien sind bei niedrigeren ISO-Werten zwangsläufig stärker verrauscht.

OM System OM-5 9 © stuffblog

Der Bildstabilisator funktioniert sowohl bei Fotos als auch bei Videos hervorragend, selbst wenn man die Kamera bei sehr langen Verschlusszeiten aus der Hand hält.

Der High-Res-Modus kann eine 50-Megapixel-JPEG- oder eine 80-Megapixel-RAW-Datei erzeugen, auch er eigentlich nur bei unbewegten Motiven wirklich gut funktioniert.

Mit den verschiedenen Kunstfiltern und Bildstilen lassen sich zudem zahlreiche Spezialeffekte erzielen.

Auflösungtechnisch bietet die OM-5 die Datei-Qualitätseinstellungen Normal, Fein und Superfein für JPEGs. RAW-Dateien werden im Olympus-eigenen ORF-Raw-Format gespeichert.

Mit der OM-5 können Verschlusszeiten von bis zu 60 Sekunden gewählt werden. Außerdem verfügt sie über einen Bulb-Modus für Belichtungszeiten von bis zu 30 Minuten.

Fazit

Die neue OM System OM-5 ist eigentlich ein eher bescheidenes Upgrade der drei Jahre alten EM-5 III, was aber im Endeffekt vielleicht gar nicht so schlecht ist. Denn wir haben diese Kamera geliebt, als sie im Jahr 2019 auf den Markt kam.

Wer jedoch eine ähnliche Leistungssteigerung wie bei der OM System OM-1 im Vergleich zu ihrem Vorgänger erwartet hat, wird von den bescheideneren Ambitionen der OM-5 etwas enttäuscht sein.

Während die OM-5 äußerlich nahezu identisch mit der EM5 Mark III ist, gibt es im Inneren eine Reihe bemerkenswerter Verbesserungen, die einen kleinen Schritt nach vorne bedeuten.

Sie bietet zwar nicht mehr Auflösung als das Vorgängermodell, da der neue Besitzer von Olympus-Kameras konsequent bei 20 Megapixeln bleibt, und sie hat immer noch das gleiche, inzwischen in die Jahre gekommene Menüsystem, aber der neue hochauflösende Aufnahmemodus aus der Hand macht sie wesentlich vielseitiger, so dass man nicht immer ein Stativ dabei haben muss.

Auch die Video-Fähigkeiten und die Prozessorleistung wurden verbessert, aber die wirklichen Gamechanger sind die Bildstabilisierung und der Wetterschutz. Die sind sogar noch besser als zuvor, was eine besondere Leistung ist, wenn man bedenkt, dass sie bereits in ihrer Klasse führend waren.

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Auch wenn das Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung wie bei der EM5 II fehlt und die Akkulaufzeit und der Micro-USB-Anschluss für das Jahr 2022 bestenfalls mäßig sind, hebt sich die OM5 durch die vielen verschiedenen Modi für die computergestützte Fotografie (LiveND, ProCapture, Starry AF, HDR, Live Composite, Live Bulb und Focus Stacking) deutlich von der Masse ab.

OM System hofft, dass die neue OM-5 vor allem in den Rucksäcken von Abenteurern auf der ganzen Welt einen Platz finden wird. In unserem Rucksack ist sie schon, denn wer eine robuste und vor allem kompakte Systemkamera sucht, kommt an der OM-5 nicht vorbei. Und by the way, das Fotografieren ist mit ihr auch ein Vergnügen…

Beispielbilder

Hauptkonkurrenten

Im Folgenden sind einige der Konkurrenten der OM System OM-5 aufgeführt.

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