Anki Overdrive

Anki Overdrive Starter Kit

Es gibt Dinge, die muss man einfach haben! Als Apple auf einer Keynote die Entwickler von Anki Overdrive auf der Bühne hatte und die dieses abgefahrene Spielzeug präsentierten, waren wir schon voller Glück. Jetzt haben wir uns endlich auch mal dazu durchgerungen, diese Carrera-Bahn 2.0 im Wohnzimmer aufzubauen.

Das Starter Kit besteht aus 10 Streckenelementen und kann zu 8 unterschiedlichen Rennstrecken zusammengesetzt werden. Mit 6 Kurvenelementen und 4 geraden Abschnitten ist das Streckenlayout nicht unbedingt groß, für den Anfang reicht es aber allemal. Zusätzlich liegen dem Karton zwei Brückenpfeiler bei, so dass man auch eine Schleife mit Ober- & Unterführung bauen kann. Falls das auf Dauer langweilig werden sollte, lässt sich das Kit natürlich mit weiteren Streckenelementen unendlich ausbauen, hier sind der Fantasie des Streckendesigners keine Grenzen gesetzt. Der Aufbau der Strecke gestaltet sich absolut easy. Die Streckenelemente werden dazu einfach ineinander gesteckt. Durch eine Magnetleiste an den Enden der Elemente halten diese auch ordentlich. Auch lassen sich die Strecken mit allen möglichen Utensilien verändern, so kann man beispielsweise mit einem Buch Streckenabschnitte höher legen. Die einzelnen Elemente sind da sehr flexibel. Des Weiteren besteht das Starter Kit aus 2 Supercars und einer Ladestation mit USB-Netzteil.

Bevor es dann losgehen kann, müssen die Supercars in der Ladestation „aufgetankt“ werden. Bis die Akkus voll sind dauert es knapp 10 Minuten. Während dieser Zeit kann man sich schon mal die etwa 400 MB große Overdrive App laden und installieren. Dort werden die ersten Schritte genau erklärt, ein kleines Tutorial abgespielt und die einzelnen Autos konfiguriert. Schließlich möchte man ja wissen, wie das alles genau funktioniert. Die für iOS und Android verfügbare App ist das Herzstück des gesamten Spiels, denn ohne diese funktioniert nichts.

Beim Starter Kit sind zwei Supercars dabei, die über unterschiedliche Eigenschaften verfügen. Skull ist beispielsweise waffentechnisch sehr stark, fährt dafür aber nicht so schnell. Ground Shock dafür ist sehr schnell unterwegs, dessen Waffen sind aber nicht ganz so effektiv. So hat jedes Fahrzeug seine Stärken und Schwächen. Während des gesamten Spielverlaufs können einzelne Attribute aber durch Siege und bestimmte Errungenschaften freigeschaltet bzw. ausgebaut werden.

In der Anki Overdrive App kann dann eine Einzelspieler-Kampagne gestartet werden oder aber im Open-Play Modus ein Rennen gegen einen oder mehrere Freunde angetreten werden. Weitere Autos natürlich vorausgesetzt…

Ready, Steady, Go…

In der Einzelspieler-Kampagne trifft man auf insgesamt 27 Gegner, die je fortgeschrittener man ist, natürlich auch besser werden. Hier muss man ab und zu ein Rennen mehrere Male bestreiten um genug Erfahrungspunkte zu sammeln, die dann dazu dienen endlich eine bestimmte „virtuelle“ Waffe freizuschalten oder sein Fahrzeug upzugraden. Das hält die Motivation und die Spieldauer extrem hoch, man möchte schließlich immer weiter kommen.

Ein Rennen beginnt immer erst mit einer Einführungsrunde, in der wir erstmal nichts tun müssen. Hier fahren die Autos die Strecke automatisch ab und scannen den Streckenverlauf. In der App wird diese auch angezeigt. Bei Strecken die mit den Starter Kit Elementen gebaut sind, geht das relativ schnell. Hat man aber sein ganzes Wohnzimmer mit einem 5 km langen Nachbau des Hockenheim-Rings zugepflastert, muss man natürlich etwas mehr Zeit für jedes Rennen einplanen. Könnte auf Dauer etwas nervig werden. Erleuchtet dann aber die grüne Startampel auf dem iPhone-Display, geht das eigentliche Rennen los. Mit dem Smartphone oder Tablet steuern wir die Supercars. Also nicht ganz. Denn die Autos fahren völlig automatisch über den Parcours. Wir haben am Smartphone die Möglichkeit, das Tempo zu bestimmen, durch Neigen des iDevices die Spur zu wechseln und bestimmte Waffen zu nutzen. Klar, man könnte jetzt sagen, immer volle Pulle Gas geben und gut ist. Aber so einfach ist das nicht, denn ab und zu rutschen die Karren auch mal von der Bahn. Hat man seine Strecke auf Parkett oder Laminat verlegt, finden die Supercars auch mal den Weg zurück auf die Strecke – ansonsten muss man sie per Hand wieder draufsetzen.

Dann stehen natürlich auch diverse Spielmodi zur Verfügung. So ist es nicht immer nur damit getan, als erster über die Ziellinie zu fahren. Im Modus Battle geht es beispielsweise vorrangig darum, den Gegner mit den zur Verfügung stehenden Waffen aus dem Rennen zu kicken, beim Modus Time Trail wiederum die schnellste Runde zu fahren.

Auch bei den zur Verfügung stehenden Waffen gibt es deutliche Unterschiede: einige beschädigen feindliche Fahrzeuge nur, wenn man sehr nah beieinander fährt, andere wiederum können mehrere Spuren vor dem Fahrzeug gleichzeitig beschießen, sind dann aber nicht ganz so effektiv. Über die wild blinkenden LED-Leuchten am Supercar sieht man dann, ob man gerade angegriffen wird oder ob man selbst die Konkurrenten unter Beschuss nimmt.

Insgesamt macht Anki Overdrive echt Spaß. Es kombiniert die Action einer altgedienten Carrera-Rennbahn mit einem Kampagnen-Modus auf dem iDevice und sorgt so für echt langanhaltende Motivation. Auch im direkten Rennen mit Freunden macht es wirklich Laune, die Supercars über den Parcours zu jagen. Zudem lassen sich mit den Erweiterungs-Kits echt abgefahrene Strecken bauen. Wer also noch auf der Suche nach einem coolen Gadget für untern Baum ist, der sollte sich das Anki Overdrive definitiv mit auf den Zettel schreiben.

Das Starter Kit  kostet derzeit etwa 136 €, zusätzlich hat Anki mit den Supertrucks  eine ganz neue Art von Fahrzeugen am Start, die wiederum einen neuen Spielmodus und neue Waffen mit sich bringen. Wer gleich ganz groß einsteigen möchte und von Anfang an eine größere Strecke anlegen möchte, kann gleich diverse Expansion Kits  hinzukaufen.

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Fazit
Besser als die altgediente Carrera-Bahn macht Anki Overdrive jedes Wohnzimmer zur Rennstrecke. Unendlich erweiterbar und garantiert mit Langzeit-Spaßfaktor.

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