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air up – Geschmack nur durch Duft
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Hier ist mal wieder was ganz abgefahrenes in unserem HQ gelandet. Das Trinksystem des Münchener Startups air up ist gerade ganz frisch gelauncht worden und möchte unser Trinkverhalten neu erfinden. Die Idee dahinter ist eigentlich simpel aber dafür mit sehr viel Grips umgesetzt. Alles was es dazu braucht ist Wasser und ein paar Synapsen in unserem Gehirn. Und natürlich das air up-Kit.

Dieses Kit besteht aus einer anthrazitfarbenen 650ml-Flasche, die optisch schon ein echter Hingucker ist und den sogenannten Duft-Pods.
Die Flasche besteht aus BPA-freiem Tritan und hat mit der Soft-Touch Oberfläche eine ganz angenehme Haptik. Der Flaschenhals ist ein wenig abgeknickt und wird mit einem Drehdeckel mit Trageschlaufe verschlossen. Die Flaschenöffnung wird von einem Silikonpropfen weitestgehend dicht gehalten. Lediglich eine minimale Öffnung für den Druckaustausch ist dort vorhanden. Absolut dicht ist die Flasche nur mit zugedrehtem Deckel oder wenn der Pod aufgesteckt ist. In dem Propfen steckt ein Trinkhalm mit einem Tropfenprofil. Das ist ganz clever gedacht, denn so läuft man keine Gefahr, den Halm falsch in den Propfen zu stecken.

Cleveres Trinksystem

Ist die Flasche nun mit Wasser gefüllt und der Propfen fest drin, kommt der Duft-Pod zum Einsatz. Auch hier ist das Design gut durchdacht, im kreisrunden Pod ist ebenfalls eine tropfenförmige Aussparung, so dass sofort klar wird, wie der Duftring über das Mundstück gestülpt werden soll. Ein Pod reicht für gut 5 Liter Wasser, danach sind die Aromastoffe aufgebraucht. Damit sie sich nicht allzu schnell verflüchtigen sollte der Deckel nach dem Trinken auch sofort wieder aufgeschraubt werden. Ansonsten lässt sich der Pod auch durch vollständiges Herunterdrücken deaktivieren, auch dann verbraucht er sich nicht. Zum Aktivieren muss man ihn nur wieder am Mundstück der Flasche etwas nach oben ziehen.

Im air up Starter-Kit sind bereits 5 Pods in verschiedenen Geschmacks- Duft-Richtungen enthalten, neben Limette, Apfel und Pfirsich gibt es auch die Geschmackscombos Orange-Maracuja und Zitrone-Hopfen, welches fast wie Radler schmeckt. Möchte man zwischendurch mal die Geschmacksrichtung ändern, ist auch das kein Problem: Pod abstecken, in die wiederverschließbare Verpackung legen und später weiter nutzen. Einzig die doppelte Plastikumverpackung der Pods trübt das Gesamtbild des nachhaltigen Gedankens minimal, dafür sind die Aromaträger aber voll recyclebar und können in der gelben Tonne entsorgt werden. Außerdem arbeitet das Team bereits akribisch an einer umweltverträglicheren Alternative.

Cocktail statt Bier

Beim Trinken selbst muss man sich ein wenig umgewöhnen. Statt wie an einer handelsüblichen Sportflasche zu trinken, also ansetzen und kippen, hält man die Flasche gerade und muss lediglich an der Öffnung saugen. Also eher Cocktail mit Strohhalm statt Pulle Bier. Wenn man nun trinkt, nimmt die Nase den Duft des Pods auf und suggeriert dem Gehirn, es handelt sich um Geschmack im Wasser.

In der Wissenschaft spricht man hier von retronasalem Riechen. Der Duft wird dabei über den Rachenraum zum Riechzentrum der Nase transportiert und dann vom Gehirn als Geschmack wahrgenommen. Erstaunlich, wie der Geschmackssinn hier überlistet wird. Aber man muss sagen, es funktioniert wirklich. Beim Workout war das Limetten-Duft-Wasser eine angenehme Erfrischung. Mit ein wenig Kohlensäure angereichert meint man wirklich in der Flasche befindet sich Sprudel.

Siehe auch
Force Case im Bad

Ohne Zucker, ohne Kalorien

Dieses System ist weltweit einzigartig und hilt uns definitiv gesünder zu trinken. Keine Aromastoffe, kein Zucker oder Süssungsmittel – alles basiert auf reinem Wasser. Das ist nicht nur ein Beitrag für bewusste und kalorienarme Ernährung sondern auch in gewissem Maße nachhaltig.

Neben den im Starter-Kit erhältlichen Sorten sind viele weitere Geschmacksrichtungen in Planung, ebenso sollen die Trageschlaufen bald in verschiedenen Farben im Online-Shop verfügbar sein. Das air up-Starter-Kit kostet 29,99€ und ist derzeit bei Amazon erhältlich. Weitere Infos gibt es auf der Website des Startups.

 

Kommentare anzeigen (2)
  • „Einzig die doppelte Plastikumverpackung der Pods trübt das Gesamtbild des nachhaltigen Gedankens minimal, dafür sind die Aromaträger aber voll recyclebar und können in der gelben Tonne entsorgt werden“

    Minimal? Das ist ein Plastik-Einwegprodukt in Plastik-Umverpackung. Ich hab keine Ahnung wie die Hersteller darauf kommen, dass das nachhaltig sein soll. Aber so verkauft es sich natürlich besser. Auch PET-Flaschen sind recyclebar oder Mehrweg. Noch dazu ist das Produkt „Made in China“ – bei dem langen Transportweg scheidet es beim Thema Nachhaltigkeit meiner Meinung nach endgültig aus.

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Klar, ich stimme zu.

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