Uncharted – The Lost Legacy

Am Wochenende schon was vor? Mit Uncharted – The Lost Legacy ist diese Woche ein Titel für die Playstation 4 erschienen, wie wir ihn uns nicht besser hätten ausmalen können. Eine Menge Action, wunderbare Schauplätze und eine Story, die es mit jedem Indiana Jones Film aufnehmen könnte. Dafür waren auch schon die vorangegangenen Spiele der Uncharted-Reihe bekannt.

The Lost Legacy ist dabei eine Art Spin-Off der beliebten Action-Adventure-Serie. So hat der Entwickler Naughty Dog The Lost Legacy nicht nur auf der Story des vierten Teils aufgebaut, auch das Gameplay wurde eins zu eins vom Vorgänger übernommen. Es gibt allerdings einige Neuerungen. Der ursprüngliche Hauptdarsteller Nathan Drake ist Geschichte und wurde durch die australische Schatzsucherin Chloe Frazer ersetzt. In älteren Teilen der Reihe hatte diese bereits Ihren Auftritt, jetzt ist sie die Hauptprotagonistin, mit der wir uns durch den indischen Dschungel kämpfen. An ihrer Seite steht die Söldnerin Nadine Ross, die auch zuletzt in Uncharted 4: A Thief’s End auftrat.

Eye Candy für Abenteurer

Die Story ist relativ simpel und schnell erzählt: Die beiden Protagonisten sind auf der Suche nach dem legendären Stoßzahn der indischen Gottheit Ganesha. Dazu müssen sie sich über die Dächer der Großstadt schwingen, über Häuserfassaden und Berge klettern oder mit dem Jeep durch unebenes Gelände rasen. So weit, so gut, wäre da nicht der Widersacher Azav, der sich den beiden in den Weg stellt und das selbe Ziel verfolgt. Hier heißt es also „Aus dem Weg räumen“. Entweder in wilden Schießereien oder – wer den Einsatz von Waffen scheut – im lautlosen aber effektiven Stealth-Modus.

So entsteht ein actiongeladenes und abwechslungsreiches Adventure, dass zwischendurch immer wieder durch kleine Sequenzen unterbrochen wird. Sei es, weil man Informationen bekommt, mal eben ein Schloss knacken muss oder einen netten Plausch mit der Begleiterin hält. Die Dialoge der Beiden sind übrigens wirklich gut gelungen, während des gesamten Spielverlaufs lernt man die Hauptcharaktere sehr gut kennen und erfährt doch mehr über sie, als es in anderen Teilen der Fall war.

Die grafische Umsetzung von The Lost Legacy ist fantastisch – auch wenn Kenner der Reihe meinen, die Szenerie bereits im vierten Teil gesehen zu haben. Trotzdem ist das Game absolut toll anzusehen. Die Welten sind wunderbar texturiert und knackig, die Farben schön satt. Ebenso werden die Effekte und Animationen realitätsgetreu dargestellt, echtes Eye Candy.

Einen Haken hat das Game allerdings: Auch als ungeübter Spieler kommt das Ende nach etwa sechs Stunden doch recht früh. In den Teilen 1-4 war noch gut die doppelte Spielzeit drin. Da The Lost Legacy aber ursprünglich nur als Download-Erweiterung für Ucharted 4 geplant war, liegt der Grund für die kurze Story wohl darin. Das gute daran: Mit unter 40 Euro kostet das Spiel auch nur die Hälfte im Vergleich zu Vollversionen.

 

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Atemberaubende Grafik, tolle Effekte und eine Hauptprotagonistin mit lockerem Mundwerk. Mehr braucht ein Action-Adventure nicht. Leider nur sehr kurze Spielzeit.
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