Tiger smartWATCH von DASQ

DASQ TIGER smartWATCH

Smartwatches sind in, keine Frage. Neben der AppleWatch gibt es mittlerweile dutzende Anbieter, die den klassischen Uhrenherstellern so langsam den Rang ablaufen. Dass diese intelligenten Uhren auch keine 300 Euro oder mehr kosten müssen, beweist DASQ mit seiner TIGER smartWATCH . Wir durften uns eine über’s Handgelenk streifen und ausgiebig testen.

Die TIGER smartWATCH ist auf den ersten Blick nicht unbedingt von einer klassischen Herrenarmbanduhr zu unterscheiden. Ein großes Gehäuse mit massivem Ring und aufgedruckten Zahlen, ein Gliederarmband mit Faltschliesse und selbst eine Krone lassen nicht auf Anhieb auf eine Smartwatch schließen. Mit 122 g ist die Uhr auch nicht unbedingt leicht – zum Vergleich: eine Apple Watch wiegt gerade mal ein Drittel. Das dürfte aber der Materialwahl geschuldet sein. Das Gliederarmband ist ab Werk auch etwas zu groß, im Handbuch wird empfohlen, dafür den lokalen Uhrmacher aufzusuchen. Mit geeignetem Feinmechaniker-Werkzeug lässt sich das aber schnell selbst auf die gewünschte Größe ändern.

Beim Einschalten der Uhr zeigt sich, dass da mehr drin steckt, als ein traditionelles Uhrwerk. So wird man direkt nach Drücken der Krone mit einem Startsound begrüßt und sieht gleich auf dem 1,22 Zoll großen Touchscreen ein digitales Zifferblatt mit einer Auflösung von 240 x 204 Pixeln. Hält man den Finger länger auf dem Display, erscheint ein Auswahlfeld für weitere Zifferblätter. Insgesamt bietet die TIGER smartWATCH gleich 5 davon, drei im klassischen Stil mit Zeiger, zwei mit typischer Digitalanzeige.

Wischt man im Hauptmenü nach links, erscheinen die einzelnen Funktionen der Smartwatch. Der Fokus liegt dabei besonders auf sportlichen Features: so ist ein Herzfrequenzmesser integriert – die optischen Sensoren dafür erkennt man auf der Unterseite der Uhr – zudem ein Schrittzähler, der neben den Schritten auch noch die zurückgelegte Strecke und den Kalorienverbrauch anzeigt. Trägt man die Smartwatch auch nachts, können sogar die Schlafphasen überwacht bzw. aufgezeichnet werden.

TIGER smart-App als AddOn zur smartWATCH

Natürlich kann auf dem iPhone oder Android-Handy auch die passende App zur Smartwatch installiert werden. Damit können Tagesziele wie bestimmte Anzahl an Schritten, Kalorienverbrauch oder gelaufene Kilometer festgelegt werden. Während des Tages kann der jeweilige Fortschritt überprüft werden. Auch die Herzfrequenzmessungen über den Tag, die Woche oder Monate können mit dem Smartphone synchronisiert werden. Mit Hilfe der Trend-Übersicht hat man dann einen schnellen Überblick über seinen Fitnesszustand über einen längeren Zeitraum.

Natürlich bietet die TIGER smartWATCH noch viel mehr Features. Eingehende Anrufe, Nachrichten und Benachrichtigungen aus sozialen Netzwerken und anderen Apps können auf dem Display der Smartwatch angezeigt werden, so wie man es von den meisten Smartwatches her kennt. Dank des proprietären Betriebssystems lassen sich sowohl Android als auch iOS Geräte mit der Smartwatch koppeln. Dazu muss man die Smartwatch vorher zwingend über die iPhone oder Android-App koppeln, sonst macht die Benachrichtigung-Funktion Probleme. Trotz erfolgtem Bluetooth-Pairing wurde keine Verbindung bei den Nachrichten hergestellt. Der TIGER-Support hat auf unsere Nachfrage aber schnell reagiert und uns darauf hingewiesen. So werden nun neben Anrufen auch Meldungen von WhatsApp, Instagram, Pinterest oder eingegangene Mails angezeigt.

Mit der TIGER smartWATCH kann man dank der eingebauten Lautsprecher und Mikrofon sogar telefonieren, ohne dafür das Smartphone aus der Hosentasche holen zu müssen. Die Sprachqualität ist dabei erstaunlich gut, auch Verbindungsprobleme gab es bei unseren Testanrufen keine. Eingehende Anrufe lassen sich übrigens durch Schütteln der Smartwatch annehmen.

Weitere Features

Mit der TIGER smartWATCH hat man noch einige weitere Funktionen am Handgelenk, die ganz nützlich sind. So lässt sich über die Handsfree-Funktion beispielsweise die Musikwiedergabe per Spracheingabe steuern oder die Kamera des Smartphones fernauslösen. Kontaktliste, Kalender und Wecker gehören ebenfalls zum Repertoire der Smartwatch. Ganz witzig: lässt man Musik über Spotify laufen, kann man als Ausgabegerät auch die TIGER auswählen. Der Sound kommt dann aus dem Lautsprecher der Uhr…

Der Akku mit einer Leistung von 300 mAh hält bei normaler Benutzung der Smartwatch etwa 2 Tage und wird über die magnetische Docking-Station wieder aufgeladen. Der Ladevorgang nimmt etwa 2 Stunden in Anspruch. Mit der IP66 Zertifizierung ist die TIGER smartWATCH zudem gegen Staub und starkes Strahlwasser geschützt.

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Fazit
Die silberne Edelstahl-Optik der TIGER smartWATCH ist zwar nicht ganz unser Ding, ein paar Funktionen in Kombination mit dem iPhone sind auch noch nicht ganz ausgereift, aber über das Preis-Leistungsverhältnis lässt sich absolut nicht streiten. Für derzeit etwa 150 € bekommt man eine ordentliche Smartwatch mit vielen nützlichen Funktionen für Alltag und Fitness.
Gibt es hier

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