Ledger Nano S – Hardware-Wallet

Hat sich einer von euch schon mal mit Kryptowährungen auseinandergesetzt? Sind ja schon ein paar Jahre alt, aber so langsam haben wir das Gefühl, dass das richtig Fahrt aufnimmt. Gerade Bitcoin an der Spitze hat vor Kurzem die 5000 6000 Euro Marke geknackt und wächst immer weiter. Wer hätte das vor drei, vier Jahren mal gedacht? Hätten wir 2013 ein paar Euros in Bitcoins investiert, wären wir heute nicht hier sondern in Acapulco. Aber wie sagte Lothar Matthäus schon so schön: “Wäre, wäre, Fahrradkette”…

Ohne jetzt großartig auszuholen, lässt sich das gesamte Thema um Blockchain und Kryptowährungen nicht ausführlich genug erklären. Mit einfachen Worten beschreibt die Blockchain eine Art Kette, in welcher jedes Glied bzw. jeder Block für einen Datensatz oder eine Transaktion steht. Jede Überweisung, jede Abbuchung wird dabei in diesen Datensatz gespeichert und ist so komplett nachvollziehbar. Dabei baut jedes einzelne Daten-Glied auf dem vorhergehenden auf, sie sind quasi chronologisch aneinandergereiht. Die Reihenfolge der Glieder oder Blöcke spielt dabei eine große Rolle, denn jeder Block enthält einen Hash-Wert, eine Art Prüfsumme vom vorherigen Block. Dadurch lassen sich einzelne Blöcke nachträglich nicht manipulieren. Einmal aufgenommene Glieder in der Blockchain können nicht mehr geändert werden – eine Änderung in einem älteren Block würde dazu führen, dass die Prüfsumme aller nachfolgenden Blöcke nicht mehr übereinstimmt. Würde also jemand versuchen, einen Block zu hacken, müsste er alles, was hinten dran hängt gleich mit hacken. Und das ist so gut wie unmöglich.

Zudem handelt es sich bei der Blockchain um ein dezentrales System. Das bedeutet, dass die Transaktionen nicht in einer Datenbank gesichert werden, die nur von einer Person oder einem Institut kontrolliert werden kann, sondern sich auf unendlich viele Rechner verteilt und dort synchron gehalten wird. So wirkt sich ein Ausfall einzelner Rechner oder eines Servers nicht wirklich auf die Erreichbarkeit der Blockchain aus.

Alles also sehr transparent und so gut wie fälschungssicher. Hauptsächlich wird die Blockchain somit im Bereich des Finanz-Sektors eingesetzt. Aber auch andere Geschäftsfelder tasten sich so langsam an diese Technologie ran – in den USA ist es beispielsweise möglich, digital zu heiraten. So wird die Eheschließung in der Blockchain protokolliert und verifiziert. Oder aber es werden digitale Verträge – sogenannte Smart Contracts – abgeschlossen – manipulations- und ausfallsicher sowie ohne Dritten vertrauen zu müssen. Die Einsatzbereiche werden sich in den nächsten Jahren mit Sicherheit noch um einiges vervielfachen.

Durchbruch 2017

Aber zurück zu den Kryptowährungen. 2017 scheint der Durchbruch gelungen zu sein. Viele neue Anbieter drängen auf den Markt, selbst ganze Staaten überlegen derzeit, ob es Sinn macht eine eigene Staats-Krypto-Währung einzuführen. Seit Anfang des Jahres steigen fast alle Kurse, allen voran Bitcoin, Ethereum oder Litecoin.

Grund genug uns auch ein paar Dollar zur Seite zu legen – man weiß ja nie… Bitcoins selber minen, also am eigenen Rechner zu “schüren” lohnt sich nicht mehr. Die Anschaffungskosten für Hardware sowie Energie würden sich nicht mit dem Ertrag decken. Bleiben also zwei Möglichkeiten. Verdienen und Handeln. Das Verdienen klappt ganz gut mit dem Cashbackportal shoop.de. Hatten wir vor einiger Zeit auch mal vorgestellt , dabei ist shoop der einzige Anbieter, bei den sich das Guthaben in Bitcoins auszahlen lässt. Hier lassen sich also schon mal ein paar Euro locker machen, gerade bei Reisen oder Hotels winken immer hohe Cashback-Raten. Investiert man diese in Bitcoins, hat man zur Zeit ordentliche Wachstumsraten.

Zweite Variante ist das Handeln – vergleichbar mit dem Aktienhandel. Auch hier gibt es einige unterschiedliche Anbieter, nicht jeder bietet jede der mittlerweile über 100 verschiedenen Kryptowährungen an. Da wir uns erstmal nur mit den gängigsten Währungen an das ganze Thema ran tasten wollen, haben wir uns bei bitcoin.de, Coinbase und Anycoin einen Account eingerichtet. Dort kann man Bitcoins, Ethereum, oder Monero und viele weitere Währungen – sogenannte Altcoins handeln. Hat man einen bestimmten Betrag investiert, geht der Transfer relativ schnell über die Bühne. Vorausgesetzt, man hat bereits ein “digitales Sparbuch”, ein Wallet.

Wallets – digitale Sparbücher

Irgendwo müssen die Bitcoins ja auch hin tansferiert und gelagert werden. Dazu wird eine Bitcoin-Wallet benötigt. In dieser Bitcoin-Wallet wird der Private Schlüssel gesichert, mit dem auf die eigenen Bitcoins zugegriffen werden kann. Das Angebot an solchen Bitcoin- und Altcoin-Wallets ist mittlerweile fast unüberschaubar. Es gibt Web-Wallets, wo die Kryptowährungen online gesichert werden. Bei dieser Art spricht man auch von Hot Wallets, da diese eigentlich immer erreichbar sind und das eingesetzte Guthaben ständig verfügbar ist. Bei Coinbase beispielsweise gibt es die Möglichkeit, seine gekauften Währungen gleich im Online-Wallet zu speichern. Über 6 Millionen Benutzer zählt das Unternehmen aus San Francisco bereits, nicht zuletzt wegen der hohen Sicherheitsstandards. Neben einer SMS-Verifizierung des Kontos bietet Coinbase beispielsweise ebenfalls eine 2-Faktor-Authentifizierung an.

Coinbase Hot Wallet
All-In-One Lösung Coinbase

Dennoch ist zu beachten, dass bei Online-Wallets immer ein gewisses Restrisiko bleibt. Da solche Hot Wallets private Schlüssel auf einem mit dem Internet verbundenen Smartphone, Tablet oder Rechner generiert, kann die Sicherheit dieser Schlüssel nicht zu 100%ig gewährleistet werden.

Oder ein ganz anderes Szenario – was ist wenn wir Hunderte Bitcoins bei einem Anbieter gelagert haben und der ist plötzlich nicht mehr erreichbar? Seite down, Bitcoins weg…

Solche Online-Wallets eignen sich also eigentlich nur, um gelegentliche Zahlungen durchzuführen. Möchte man seine Kryptowährungen aber als Investition für die Zukunft mittel- oder langfristig sichern, sollten die Portale um Coinbase & Co. nur als Trasferplattform angesehen werden.

Hardware Wallets für sichere Aufbewahrung

Da wir nun Schisser sind, und unser Guthaben lieber offline verwalten möchten, haben wir uns für eine sichere Methode der Speicherung entschieden. Mit dem Ledger Nano S haben wir uns ein Hardware-Wallet zugelegt. Hardware-Wallets gehören zu den sichersten Möglichkeiten, die eigenen Kryptodevisen vor Hackerangriffen oder unerwünschten Zugriffen zu schützen. Bei solchen Wallets spricht man auch von Cold-Wallets. Erst wenn der Ledger Nano S per USB mit dem Computer verbunden wird, ist ein Zugriff auf die “Brieftasche” über das Internet möglich. Und selbst wenn der Stick gestohlen werden sollte, ist er mit einem PIN-Code geschützt.

Der Ledger Nano S ist etwas größerer als ein herkömmlicher USB-Stick und besitzt ein kleines zweizeiliges Display. Um das Kunststoffgehäuse liegt eine gebürstete Edelstahl-Blende, die sich bei Benutzung des Sticks zur Seite drehen lässt. Zum Lieferumfang gehören noch zwei Transportbändchen – ein kürzeres für den Schlüsselanhänger, ein längeres, um den Nano S beispielsweise um den Hals zu hängen. Zudem liegt dem Karton ein USB-Kabel für den Anschluss am Rechner bei.

Die Einrichtung des Sticks erfolgt in wenigen Minuten. Dazu müssen beide Tasten kurz gleichzeitig gedrückt werden, um mit der Konfiguration zu starten. Das kurze gleichzeitige drücken beider Tasten ist zudem immer die Bestätigung einer Aktion.
Als erstes richtet man sich seinen persönlichen PIN-Code ein, der zwischen 4 und 8 Stellen lang sein kann. Mit der linken Taste geht es im Menu abwärts, mit der rechten aufwärts. Die Eingabe bestätigt man wieder mit beiden Tasten gleichzeitig. Diesen Pin sollte man sich auf jeden Fall merken, da er bei jedem Start der Hardware-Wallet abgefragt wird!Anschließend zeigt der Nano S nacheinander 24 Worte an, die man sich zwingend und in der richtigen Reihenfolge aufschreiben muss. Diese 24 Worte bilden den Backup-Code. Falls das Gerät gestohlen, verloren gehen oder beschädigt werden sollte, mit Hilfe des Backup-Codes lässt sich die Brieftasche mitsamt Inhalt wiederherstellen.

Ohne Chrome Browser keine Bitcoins

Sind die Sicherheitseinstellungen gespeichert, kann man sich die aktuellste Firmware und einzelne Apps für die unterschiedlichen Währungen installieren. Grundvoraussetzung dafür ist allerdings der Google Chrome Browser. Über diesen installiert man sich erst den Ledger Manager – quasi den Systemmanager für den Stick. Ist der Ledger Nano S angeschlossen, lassen sich nun die nötigen Wallets auf den Stick aktivieren. Zwei Standard-Wallets für Bitcoin und Ethereum sind bereits vorinstalliert, wir haben uns jetzt noch Ripple und NEO nachinstalliert.

Möchte man nun auf eine der Wallets zugreifen, schließt man den Ledger Nano S an den Rechner an, wählt im Menu die gewünschte Währung und startet die dazugehörige Chrome-App. Die Synchronisation erfolgt dann automatisch, es wird sogar der aktuelle Umrechnungskurs mit einberechnet und die Anzahl der Bitcoins mit entsprechendem Gegenwert angezeigt.
Über diese Apps lassen sich dann Beträge empfangen oder senden. Hat man seine Transaktionen ausgeführt, kann die App beendet und der Stick herausgezogen werden.

Beschäftigt man sich intensiver mit diesem Thema, so ist doch die einstimmige Meinung, dass man mit Hardware-Wallets auf der sichersten Seite ist. Die Bitcoins bzw. die Schlüssel dazu werden offline gespeichert und der Stick selbst ist mit einem PIN-Code versehen. So haben wir immer Zugriff auf unsere Kryptowährungen, völlig unabhängig von diversen Online-Lösungen. Mit derzeit etwa 75 Euro ist der Ledger Nano S auch relativ günstig im Vergleich zu anderen Hardware-Wallets, wie etwa Trezor oder KeepKey.

Produktbilder

Chrome Apps

Ledger Nano S – Hardware-Wallet
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Fazit
Wer Bitcoins und Co auf lange Sicht lagern möchte, kommt um ein Hardware-Wallet nicht herum. Mit dem Ledger Nano S können wir die gängigsten Kryptowährungen schnell und sicher horten.
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