eufy RoboVac 11 Saugroboter

Ja, das mit der Hausarbeit ist so ne Sache. Der eine liebt sie, der andere würde am liebsten eine Hilfskraft einstellen, die sich ausschließlich um Spülmaschine, Wäsche und Bodenpflege kümmert. Bei uns zählen diese Aufgaben auch eher zum ungeliebten Pflichtprogramm… Aber zum Glück gibt es diese vermeintlichen Haushaltshelfer, die einem die Arbeit zwar nicht komplett abnehmen, aber sie um einiges erträglicher machen.

Dazu gehört mit Sicherheit der eufy RoboVac 11. Der Saugroboter aus dem Hause Anker – den meisten bekannt für seine Powerbanks – gehört mit einem Preis von nur EUR 209,99 zu den günstigeren Vertretern seiner Art.

Optisch macht der RoboVac einen ordentlichen Eindruck. Das Kunststoffgehäuse ist teilweise mit Hochglanzelementen ausgestattet, die Oberseite erinnert an gebürstetes Aluminium, der On/Off-Schalter glänzt in Chrom. Sieht alles ganz schick aus. Mit einer Höhe von nur 7,8 cm ist der Saugroboter auch nicht allzu hoch und passt problemlos unter die Couch.

Ausgepackt muss nur noch die Schutzfolie entfernt und die zwei Seitenbürsten auf der Unterseite eingesteckt werden. Ein Druck auf den Power-Button und schon legt der RoboVac los.

Dabei fährt er im Zufallsprinzip durch die Wohnung. Sobald ein Hindernis auftaucht, ändert der Sauger seine Richtung und fährt weiter bis zum nächsten Hindernis. Das geschieht in unserer Wohnung – wo doch recht viel herumsteht – teilweise sehr chaotisch. Manchmal haben wir den Eindruck, dass der Sauger einige Stellen mehrmals überfährt, einige aber so gut wie nie erreicht. Wir behalten die Strecke aber noch im Auge und spielen ein wenig mit der optimalen Platzierung der Ladestation…

Probleme bei dunklen Möbeln

Die Sensoren reagieren eigentlich ganz zuverlässig. Wände, Stuhlbeine, selbst herunterhängende Blätter unserer Monstera werden gekonnt berührungslos umfahren. Lediglich bei ganz dunklen Möbeln oder Dekostücken funktioniert die Objekterkennung nicht so ganz. Dementsprechend sieht die Hochglanzfront des RoboVacs nach mehreren Fahrten auch etwas ramponiert aus. Im Handbuch des Saugroboters wird dieses Teil an der Front aber auch als Stoßdämpfer bezeichnet, also alles gut. Auf der Unterseite ist noch ein zusätzlicher Fallsensor eingelassen, so dass der RoboVac nicht aus Versehen aus dem Obergeschoss die Treppe runterfährt.

Die Akkulaufzeit beträgt laut eufy 100 Minuten. Nach mehreren Saugvorgängen können wir diese Zeit bestätigen. Der RoboVac 11 fährt gute 1 1/2 Stunden durch die Bude, bevor die blaue LED auf rot springt und der Sauger sich selbstständig auf den Weg zur Ladestation macht. Dort angekommen, dauert es gute 3 Stunden bis der Akku wieder voll ist.

Die Ladestation sollte idealerweise in der Mitte der Wohnung platziert werden und genügend Abstand zur gegenüberliegenden Wand und zu Möbeln haben. In der Anleitung sind rechts und links 1 m angegeben, die Wand sollte 2 m weit weg sein. Geht natürlich nicht in jeder Wohnung – so auch bei uns. Das macht sich gerade beim „Einparken“ bemerkbar, dort braucht der RoboVac ein paar Anläufe, bis er die richtige Richtung einschlägt. Wenn es ganz schnell gehen soll, tragen wir den Sauger auch mal gerne in die Nähe der Station.

Zum Lieferumfang des RoboVac 11 gehört eine Fernbedienung, mit der sich der Saugroboter nicht nur steuern, sondern auch programmieren lässt. Mit den typischen Joystick-Tasten lässt er sich zielgenau fernbedienen. Hat die Katze beispielsweise die Butterkekse vom Tisch verputzt und ordentlich gekrümelt, muss man nicht hoffen, dass der Sauger die Stelle per Zufall findet, sondern kann ihn direkt an die Unfallstelle lotsen. Mit den weiteren Tasten lässt sich z.B. eine tägliche Startzeit festlegen, in der die Saugroutine beginnen soll. Ganz praktisch, wenn man mal nicht da ist und der Sauger währenddessen in Ruhe arbeiten kann. Zusätzlich kann man an der Fernbedienung 4 weitere Modi auswählen:

• Bei der Fleckenreinigung wird ein bestimmter Bereich intensiv im Spiralmuster abgesaugt. Dies ist besonders nützlich, wenn ein konzentrierter Bereich von Staub oder Schmutz zu reinigen ist.
• Das Programm Eckenreinigung sorgt dafür, dass der Saugroboter an der Wand entlang fährt und den Randbereich reinigt.
• Bei der Maximalreinigung wird die Saugkraft erhöht, ideal für Teppiche.
• Die Einzelzimmer-Reinigung saugt – wie der Name schon sagt – einen einzelnen Raum, sofern dieser geschlossen werden kann. Hat man keine Tür – wie bei einer offenen Küche etwa – kann der RoboVac schon mal versehentlich aus dem Zimmer fahren.

2 AAA-Batterien oder Akkus sollten aber mitbestellt werden, die liegen dem Paket nicht bei.

Wir lassen den Saugroboter eigentlich nur im Standard-Automatik-Programm laufen, das reicht für die tägliche Grundreinigung vollkommen aus. Am Wochenende wird der RoboVac über den Hauptschalter komplett abgestellt, man möchte ja auch mal seine Ruhe genießen. Übrigens ist die Lautstärke des Saugers dennoch recht angenehm. Er surrt ein wenig, sobald er aber in einem anderen Raum angekommen ist, hört man ihn so gut wie gar nicht mehr. Auch wenn die Startzeitprogrammierung verlockend wirkt, in der Hoffnung, man geht zur Arbeit und kommt abends in eine tip-top-gesaugte Wohnung zurück: allzu lange sollte man den Sauger aber nicht aus den Augen lassen, falls er denn irgendwo hängen bleibt, quittiert er mit einem permanenten Alarmton den Dienst – bis man ihn wieder auf eine ebene Fläche legt und den Start-Knopf betätigt. Nichtwissende Nachbarn könnten das Geräusch für einen Feuermelder halten, der Rest spielt sich gerade in unserem Kopf ab…

Gute Saugleistung

Die Saugleistung ist in Ordnung. Staubflöckchen, Haare oder Krümel zieht er problemlos ein. Der Behälter fasst übrigens 0,6 liter und ist nach einer knappen Woche gut gefüllt. Zum Entleeren muss lediglich der Entriegelungsknopf gedrückt werden und schon kann man den Staubbehälter herausnehmen. Ab und zu reinigen tut auch ganz gut. Nach mehreren Wochen empfiehlt es sich auch den HEPA-Filter mitsamt Schaumstoff zu wechseln, ein Ersatzpaar liegt dem Karton ab Werk bei, genauso wie zwei weitere Seitenbürsten.

Unsere Wohnung ist überwiegend mit Parkett oder Fliesenboden ausgestattet, ideal für den Sauger. Auch ein schwedischer Kurzflor-Teppich stellt für den Sauger kein Hindernis dar. Im Wohnzimmer liegt aber ein etwas dickerer Lederfransen-Läufer, damit hat der RoboVac so seine Probleme. Den Höhenunterschied schafft er zwar noch, aber die Fortbewegung auf diesem unebenen Material erweist sich dann doch als etwas zu schwierig. Aufpassen muss man auch bei sehr flachen Einrichtungsgegenständen – bei der letzen Fahrt wollte der Robo die etwa 1,5 cm dünne Personenwaage erklimmen und ist dort etwas hängengeblieben…

Alles in allem ist der eufy RoboVac 11 ein solider Saugroboter, der genau das tut, was er soll. Auf Funktionen wie Raumvermessung oder WiFi muss man verzichten, dafür kostet der flache Haushaltshelfer auch nur einen Bruchteil der Konkurrenz von iRobot, Dyson oder Vorwerk.

Natürlich ersetzt er kein gründliches Saugen – an zu sehr verwinkelte Stellen oder Ecken kommt der Sauger einfach nicht dran, ebenso wenig hinter den AT-AT – dafür holen wir schon noch den Dyson aus der Abstellkammer. Der eufy RoboVac sorgt aber zumindest für eine ausreichende Grundreinigung des Bodens oder hilft auf die Schnelle bei kleinen Missgeschicken.

Hin und wieder bietet Amazon den eufy RoboVac 11  als Blitzangebot an, aber selbst bei dem aktuellen Preis von EUR 209,99 lohnt sich die Anschaffung allemal.

Was denkst du?
Deine Bewertung8 Bewertungen86
92
Good Stuff
Fazit
Hausarbeit erledigen, während man abwesend ist? Klar, der Saugroboter macht's möglich. Leise, ordentlich und ausdauernd dieser kleine Droide ist...
Gibt es hier
Total
4
Shares

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*