devolo dLAN 1200+ Powerline-Adapter

WLAN ist ja ne tolle Geschichte, sofern man seine Brocken in der Nähe des WiFi-Routers hat. Wohnt man allerdings in einem Haus oder einer größeren verwinkelten Wohnung, wird es in manchen Zimmern mit der Sendeleistung knapp. Meist ist auch noch der Netzanschluss bzw. die Telefondose mitsamt WLAN-Router irgendwo im Wohnzimmer oder dem Flur montiert, also nicht gerade da, wo man ihn am meisten benötigen würde. So reicht die Signalstärke beispielsweise im Arbeitszimmer meist nicht aus, um halbwegs vernünftige Downloadraten zu erreichen. Wenn dann noch ohne Ende zusätzliche Geräte am WLAN-Signal zapfen – sei es iPhone, die Playstation oder das Apple TV – dann wird nur noch ein Bruchteil dessen erreicht, was der örtliche Kabelnetzbetreiber uns ins Haus gelegt hat. Es gibt natürlich einige Möglichkeiten, diesen Umstand zu verbessern. Doch in vielen Fällen kann nicht ohne Weiteres ein Netzwerkkabel durch das ganze Haus verlegt werden. Auch WLAN-Verstärker verschlimmbessern die Situation eher, da die theoretisch maximale Geschwindigkeit durch dein Einsatz eines solchen WLAN Repeaters deutlich verringert wird und es nicht selten zu Kompatibilitätsproblemen kommt.

Da kommen die dLAN-Adapter ins Spiel. Diese nutzen die bereits vorhandenen Stromleitungen zur Datenübertragung und machen faktisch so jede Steckdose zum Netzwerkanschluss.

Da wir nun in unseren Räumen eben dieses Problem der verwinkelten Bauweise und somit ein ideales Testumfeld haben, wollten wir es uns nicht nehmen lassen, das devolo dLAN 1200+  Starter-Kit auszuprobieren.

Das Kit besteht aus zwei Geräten mit jeweils einem Gigabit-Netzwerkport. devolo bietet unterschiedliche Sets dieser Klasse an, wahlweise mit oder ohne WiFi. Wir haben uns für die Variante ohne WLAN-Modul entschieden, wollen das Macbook direkt per Ethernet anschließen. Das Set lässt sich hinterher auch noch mit weiteren Adaptern aufrüsten, falls man in mehreren Räumen in den Genuss von High-Speed Internet kommen möchte. Diese sind selbstverständlich auch einzeln erhältlich. Bei den 1200+ Adaptern nutzt devolo seine patentierte range+-Technik, die dabei dafür sorgt, dass alle drei Adern der Stromleitungen zur Datenübertragung genutzt werden, was im Endeffekt zu einem höheren Datentransfer und einer noch größeren Reichweite führt.

Easy Installation

Die Installation der Powerline-Adapter ist ziemlich simpel und idiotensicher. Ein Adapter wird in eine freie Steckdose der Nähe des Routers gesteckt und mit einem handelsüblichen Ethernet-Kabel verbunden. 2 Stück á 2 Meter liegen dem Starter-Kit bei. Den zweiten Adapter platziert man anschließend irgendwo in die Nähe des Rechners oder beispielsweise der Playstation und verbindet diese ebenfalls mit dem Netzwerkkabel.  Es dauert keine 5 Sekunden bis die Verbindung steht. Zusätzlich kann die Konfiguration auch über devolos Cockpit-App eingesehen und geändert werden. Dort lassen sich beispielsweise die einzelnen Adapter benennen oder die LEDs abschalten. Auch hat man einen Überblick, ob die Übertragungsrate im Rahmen liegt.

devolo gibt bei den Geräten einen theoretischen Durchsatz von 1200 Mbit/s an, dieser wird aber in der Regel nicht erreicht. Das hängt aber auch an den Stromleitungen selbst und ob diese verzweigt sind. Auch sollte man darauf achten, die Powerline-Adapter direkt in eine Wandsteckdose zu stöpseln – an Mehrfachsteckdosen beispielsweise wird der Datendurchsatz ordentlich gehemmt. Auch benachbarte Netzteile sollten möglichst an eine andere Steckdose gesteckt werden. Sind mehrere stromhungrige Geräte im Haushalt gleichzeitig in Betrieb sind, wird die Leistung dadurch nicht beeinträchtigt.

In unserem Test-Setup haben wir den 1200+Adapter an die Airport Extreme geklemmt, welche quasi als Router hinter der Horizon-Box von unitymedia hängt, der zweite Adapter steckt im Arbeitszimmer gute 15 Meter entfernt, dazwischen liegen 3 tragende Wände.

Hatten wir per WLAN noch eine Geschwindigkeit von schlappen 15-25 MBit/s, so verbessert sich der Datendurchsatz per dLAN auf gute 75 MBit/s.

Beim Empfänger-Adapter haben wir auch die Verkabelung mit zwischengeschaltetem Thunderbolt-Dock  von Belkin ausprobiert. Da unser Macbook keine Ethernet-Schnittstelle mehr anbietet, wollten wir auch dieses Szenario ausprobieren. Auch hier läuft das Netzwerk mit über 70 MBit/s schön rund. Auch mit der eingesteckten Elgato Eve Energy klappte die Verbindung problemlos. Die Messungen haben wir übrigens über die App von Speedtest.net vorgenommen.

Ein Anschluss der dLAN-Adapter direkt an die Horizon Box funktionierte hingegen nicht so wirklich. Entweder haben wir in der Konfiguration der Box etwas falsch gemacht oder die beiden Geräte vertragen sich einfach nicht.

Für derzeit etwa 125 Euro  erhält man dennoch ein stabiles Powerline-System und wertet so sein Heim-Netzwerk definitiv auf. Auch wenn die Messwerte hinsichtlich der angegebenen 1200 Mbit als eher bescheiden angesehen werden könnten, im Gegensatz zu unserer bisherigen labilen WLAN-Verbindung ist die Variante mit den devolo dLAN 1200+ Powerline-Adaptern ein absoluter Gewinn! Weitere Informationen zum umfangreichen Powerline-Programm gibt es direkt bei devolo.

 

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WiFi-Signal zu schwach? Mit dem devolo dLAN-Adaptern sorgt ihr auch in den verwinkeltsten Ecken für ausreichend Netzwerkdurchsatz.
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