Canary All-In-One Sicherheitssystem

Das Thema Smart-Home ist ja jetzt auch schon ein paar Tage alt und wird auch bei uns schon als selbstverständlich wahrgenommen. Egal ob Steckdose, Heizungsregler oder Lichtsteuerung – alles lässt sich mehr oder weniger relativ einfach per App vom Smartphone oder Tablet aus bedienen. Was uns jetzt noch gefehlt hat, war eine ordentliche Sicherheitskamera. Nicht dass wir uns gegenseitig überwachen möchten, der Grund ist ein ganz anderer: mit zwei neuen Mitbewohnern auf vier Pfoten möchte man hin und wieder doch gerne sehen, was die beiden Fellnasen während unserer Abwesenheit so treiben. Natürlich spielt der Sicherheitsaspekt auch eine große Rolle – es ist schon ein beruhigenderes Gefühl zu wissen, dass man “zuhause” sein kann, auch wenn man unterwegs ist.
So fiel die Wahl auf die All-In-One Sicherheitssystem von Canary. Der etwa 15 cm hohe Zylinder hat uns vor allem wegen seines dezenten, aber stylischen Designs überzeugt. Wir wollten ein Gadget haben, was man sich bedenkenlos aufs Sideboard stellen kann. Das weiße Alugehäuse mit der schwarzen Front sieht schon sehr modern aber dennoch unaufdringlich aus.

Die Einrichtung ist super simpel. Aufstellen, Netzteil mit dem Kabel verbinden und die entsprechende App für iOS oder Android installieren. Schritt für Schritt wird man dann durch die Konfiguration geleitet, was insgesamt keine 5 Minuten dauert. Um eine Verbindung zwischen Canary und Smartphone aufzubauen, muss man kurz auf die Oberfläche des Zylinders tippen. Die LED auf der Unterseite des Geräts wechselt dann bei erfolgreichem Verbindungsaufbau von weiß zu blau. Anschließend können in der App bestimmte Einstellungen für die Kamera vorgenommen werden, wie beispielsweise das bevorzugte WLAN-Netz oder der Name des zu überwachenden Raumes. Stellt man die Canary in die Nähe eines Netzwerkanschlusses, kann dieser auch statt der WLAN-Verbindung genutzt werden.

Mehr als nur Live-Bilder

Sofern die Kamera in der App nicht auf Privat-Modus eingestellt ist, kann man sich direkt das Live-Bild anschauen. Dabei fällt als erstes der große Winkel auf, den die HD-Kamera einfängt. 147° sind es laut Canary. Das reicht locker für einen großen Raum aus. Das Bild ist dank der 1080p-HD-Qualität schön scharf und wird direkt im Vollbildmodus angezeigt, wenn man das iPhone oder iPad quer hält. Auch ein Nachtsichtmodus ist bei der Canary vorhanden, so dass die Kamera durchaus als 24/7-System zu gebrauchen ist.
Zudem zeigt uns die App auch noch die Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftqualität an. Bei letzterer Option erkennt die Canary Veränderungen der Luft durch Verunreinigungen von Kohlenmonoxid, Zigarettenrauch, Ethanol oder Methan und warnt bei abnormalen Abweichungen.

Was uns aber viel mehr interessiert als das Live-Bild, ist das Erkennen von Bewegungen während unserer Abwesenheit. Als erstes wird auf unseren iPhones der private Bereich festgelegt. Das bedeutet, dass die Canary keine Video- und Audio-Aufzeichnung vornimmt, während sich eines der angemeldeten Smartphones in der Nähe bzw. im festgelegten Bereich aufhält. Sobald wir die Homezone verlassen, wird die Aufzeichnung scharf geschaltet. Bewegt sich nun etwas im Raum, wird augenblicklich eine Push-Nachricht versendet. Dabei soll die intelligente Aktivitätserkennung helfen, zwischen normalen und ungewöhnlichen Bewegungen zu unterscheiden. Canary lernt quasi mit. Können wir auch so bestätigen. Während an den ersten zwei Tagen locker stündliche eine Nachricht auf unserem iPhone aufplöppte, so wird jetzt maximal ein mal am Tag eine Push-Nachricht aufgrund der Katzenwanderung an uns gesendet.

Die aufgenommene Aktivität lässt sich nun in einem maximal 30-sekündigen Clip direkt auf dem iPhone angucken. In unserem Fall ist die Katze nach dem Mittagsschlaf aus ihrer Höhle gekrochen und sucht nach Futter… Um mehr zu sehen, kann man sich jetzt natürlich ins Live-Bild schalten und ohne Zeitverzögerung nachschauen, welche Pflanze gerade zwischen den Tatzen des Katers hängt. Sollte es statt des Katers ein ungebetener Einbrecher sein, lässt sich eine 90db-laute Sirene anwerfen, die den Täter dermaßen abschreckt, dass er alles stehen und liegen lässt und die Beine in die Hand nimmt. Gleichzeitig gibt es die Möglichkeit, direkt aus der App heraus einen Notruf abzusenden. Die Notrufnummern für Polizei, Rettungsdienst oder Feuerwehr sind dabei automatisch eingetragen – die App bezieht diese anhand der Standortadresse automatisch.

Mehrwert nur mit Abo

So weit, so gut. Wem diese Funktionen ausreichen, der kommt mit der Canary All-In-One relativ günstig weg. Alle anderen, die auf weitere Funktionen nicht verzichten möchten, werden zur Kasse gebeten. Für eine Mitgliedschaft werden pro Jahr 99 Euro oder monatlich 9,99 Euro fällig. Canary bietet hier aber einen kostenfreien Probemonat an, man darf nur nicht vergessen, diesen rechtzeitig zu kündigen.

Wer den 10er im Monat verschmerzen kann, erhält dafür Zugriff auf weitere Funktionen. So werden die Aufnahmen ungekürzt gespeichert und lassen sich in voller Länge abspielen und herunterladen. Gleichzeitig verlängert sich die Speicherdauer auf 30 Tage, während Aktivitäten ohne Abo nur maximal 24 Stunden auf dem Canary-Server verbleiben. Um einen besseren Überblick zu behalten, können einzelne Aufnahmen auch mit einem Lesezeichen markiert werden. Alle Aufzeichnungen lassen sich außerdem direkt über den Browser aufrufen, auch ein Live-Stream im Vollbildmodus ist so möglich. Es lassen sich sogar bis zu 5 Geräte zu einem Komplettsystem verbinden, für den Außenbereich beispielsweise mit der kabellosen und wetterfesten [amazon_textlink asin=’B06XNWY3H8′ text=’Canary Flex.’ template=’ProductLink’ store=’id6-21′ marketplace=’DE’ link_id=’a03e2441-d797-11e7-876d-f9a6bd6a38a6′]

Die Mitgliedschaft schaltet zudem Canary Talk frei. Damit kann man quasi direkt über die Cam mit der Katze sprechen, falls diese meint, sie könnte zwanglos über den Tisch spazieren. Wirkt aber etwas befremdlich, wenn da eine Stimme aus dem Zylinder kommt und die Katzen verstört nach uns suchen…

Alles in Allem bietet die Canary All-In-One ein tolles Gesamtpaket – vorausgesetzt man schließt die kostenpflichtige Mitgliedschaft ab. Aber auch ohne Abo bietet die stylische HD-Cam genügend Funktionen um die heimischen vier Wände bzw. Haustiere zu überwachen.

Bei Amazon kostet die Canary All-In-One derzeit [amazon_link asins=’B01GFVP7S2′ template=’PriceLink’ store=’id6-21′ marketplace=’DE’ link_id=’cd137fee-d797-11e7-886f-7b120430898d’], die Modelle sind in weiß und schwarz erhältlich.

Canary All-In-One Sicherheitssystem
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Fazit
Sehr gute Heimüberwachung mit kleinem (Abo-) Haken. Voll funktionsfähig wird das System erst mit einer kostenpflichtigen Mitgliedschaft. Dafür punktet das System aber mit guter Aufnahmequalität und tollen Funktionen.
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